Endlich Urlaub! Nach langen Diskussionen mit unserer „Führungsebene“ gelang es uns einen Termin für den Zivi-Urlaub zu finden.
Am Freitag vor einer Woche war es dann soweit, ab an die Côte d’Azur. Mein Polo wurde vollbepackt mit Grill, Zelt, Gepäck, Essen, Getränken, Dominik, Georg und mir. Um alles gut unterzubringen mussten wir noch den größeren Teil der Rücksitzbank ausbauen, sodass hinten nur noch ein Sitzplatz zur Verfügung stand.

Schorsch, ich & Dominik im Urlaub!
Unsere erste Anlaufstelle war das „Centre Mediterranée“, die Jugendherberge des Fürstentums Monaco. Auf das Haus wurden wir aufmerksam, da dort drei Jugendliche ebenfalls ihren Zivildienst ableisten.
Nach 7,5 Stunden Fahrt (wir sparten uns die Autobahn und genossen die Gegend der Provence und die Küste auf National-/Landstraßen) und 490 km kamen wir endlich an.
Die Zivis empfingen uns herzlich mit einem gekühlten Fässchen Desperados. Sie haben dort ganz andere Aufgaben als unsereins. Im Grunde sind sie so was wie die Animateure eines Hotels. Sie begleiten Jugendgruppen auf Ausflügen, machen Abends mit den Gruppen Disco, Animation und andere schöne Dinge. Weder Küche noch Gartenarbeit gehören zu deren Aufgaben.
Am Samstag besichtigten wir Monaco, bei teilweise regnerischem Wetter. Wir sahen uns den Palast an, den Hafen mit den luxuriösen Booten, das Casino und natürlich die dicken Autos der Monegassen. Die Vorbereitungen auf das bevorstehende Formel 1-Rennen sind in vollem Gange. Die Sitzplatz-Tribünen standen schon, genauso wie die Werbetafeln und Reifenstapel.

mit dem Polo auf der Rennstrecke

die bekannte Spitzkehre
Wir liessen es uns nicht nehmen am Platz vor dem Casino ein Getränk einzunehmen. Die Preise sind selbstverständlich auch de Luxe. Cappuccino 5,50 EUR, ein kleines Bier 6,70 EUR !
Abends kam dann bereits einer unserer Reise-Höhepunkte. Wir gingen ins Casino. Es war sehr interessant zu sehen wie Manche ihre 500 EUR-Scheine im Minutentakt am Roulette-Tisch rausschmissen.

das Casino Monte-Carlo
Am Sonntag besichtigten wir Nizza. Dorthin kamen wir mit dem Bus (super System – Pauschalticket für 1,30 EUR!) Nachdem wir uns die Altstadt und den Hafen zu Gemüte geführt hatten verweilten wir den Nachmittag am Strand bei herrlichem Sonnenschein. Den Sonntagabend schlossen wir gemütlich mit den Zivis und deutschem Bier ab.

hoch über den Dächern von Nizza
Am Montagmorgen zogen wir weiter nach Antibes (zw. Nizza und Cannes) auf einen Campingplatz, auf dem wir unser Zelt aufschlugen. Nachdem wir am Nachmittag das Wichtigste in Antibes angesehen hatten, liessen wir diesen ebenso am Strand ausklingen.
Sehr interessant war der Hafen, denn dort stehen die ganz großen Boote der Monegassen, welche zuviel Tiefgang haben für den in Monaco, ….
Am Dienstag stand Cannes auf dem Programm. Dort war man schon sehr beschäftigt damit, die Filmfestspiele für diese Woche vorzubereiten. Der „Film-Palast“ war schon großflächig abgesperrt und von Security-Männern übersät.

in Cannes, im Hintergrund eine Bühne der Filmfestspiele
Ab Mittwoch verlagerten wir unsere Zelt-Herberge dann in das bekannte St. Tropez. Wir fanden einen Campingplatz direkt am Meer, wo man nachts im Zelt die Wellen hören konnte.

der Hafen von St. Tropez bei Nacht
Tagsüber genossen wir den Privatstrand am Campingplatz und Abends das Nachtleben von St. Tropez. Für uns war dieser Ort der Inbegriff für heisse Partynächte.

… ein Taxi in St. Tropez
Leider hatten wir uns getäuscht, denn St. Tropez ist wirklich sehr klein. Der Hafen und noble Boutiquen prägen den Ort. Nachdem wir im Touristenbüro erfahren mussten, dass es insgesamt nur vier Discotheken gibt, freuten wir uns auf die eine, welche scheinbar am Donnerstagabend offen hat. Als wir Abends dort ankamen war dem schlussendlich nicht so. Gut – dachten wir – dann gehen wir eben in ne Pianobar. Dies war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Wir waren um 23.30 Uhr so ziemlich die ersten in der Bar, welche einen sehr schicken Eindruck auf uns machte. Bei der Durchsicht der Getränkekarte fiel uns allerdings der Kinnladen runter. Das billigste Getränk war ein Heineken-Bier (0,25 L) für schlappe 15,- EUR. Dies veranlasste uns das Lokal fluchtartig zu verlassen.
Wir genossen danach unser Kronenburg-Bier am Meeresufer aus dem 40er Pack (à 0,25l) für 11,- EUR (die Packung!).
Nachdem wir am Freitag bis 15 Uhr uns unsere letzten Mittelmeer-Sonnenstrahlen einfingen, hieß es zurück nach Dombes. Von der Sonne verwöhnt und mit leerem Geldbeutel back to the reality, wo Georg und ich uns um 5.30 Uhr am Samstagmorgen im Kuhstall wiederfanden.
Daniel Sagte:
on Mai 15, 2007 at 9:50
Das kommt mir alles so bekannt vor…
Schön, dass auch ihr diesen schönen Trip gewagt habt. Denn ihr werdet mir zustimmen, die Côte d’Azur muss man einfach gesehen haben, wenn man schon in der „Nähe“ ist.: )
Viel Spaß und bon courrage im Kloster!
Daniel
Binde Sagte:
on Mai 15, 2007 at 10:34
Hoi Nägi !!
Super Bericht. Hört sich mega interessant an und die Bilder sind schön geworden. Musst mir mal mehr Bilder zeigen wenn wieder im Lande bist.
Bis dann
Markus